Über Osteopathie

Die Osteopathie ist eine manuelle, sanfte Behandlungsmethode, die Blockaden im Körper lösen und Störungen beseitigen soll, damit die Selbstheilungskräfte im Körpers besser wirken und Probleme befreien können.
Grundsätzlich lässt sich Osteopathie für alle körperlichen Blockaden anwenden. Durch ein großes Spektrum an Techniken passt sich die Behandlung an den individuellen Körper an.

Eine gründliche Befundaufnahme gehört zu jeder Behandlung. Dabei befragt der Osteopath den Patienten zum aktuellen Problem und zur gesundheitlichen Vorgeschichte, um ein klares Bild der Einschränkungen und Schmerzen zu bekommen. Die gründliche Anamese ist auch wichtig, um sicherzustellen, daß keine pathologischen Gründe vorliegen, die eine Behandlung unsicher machen würden.
Die Behandlung selber kann sehr sanft oder sehr dynamisch sein, je nach den Faktoren, die eine Rolle spielen. Dabei können die eigentlichen Blockaden körperlich auch weit von den spürbaren Schmerzen liegen. Zum Beispiel können Kopfschmerzen durch Blockaden im Becken oder Rückenschmerzen durch Blockaden in den Sprunggelenken ausgelöst werden.

Durch das ganzheitliche Verständnis des Körpers gewinnt die Osteopathie einen großen Vorsprung im Behandlungserfolg. Und da es die Selbstheilungskräfte des Körpers sind, die die Behandlung vorantreiben, sind der Osteoapthie theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Am Tag der Behandlung sollte der Patient viel Wasser trinken und möglichst keine zu großen Anstrengungen vornehmen. Mobil bleiben ist sehr hilfreich, aber alles in Maßen.

Osteopath in der Behandlung eines Kindes

Mein Werdegang

Schon in meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin habe ich so viel positives von der Osteopathie gehört, daß mir bald bewußt wurde, daß ich diese Form der Behandlung bevorzuge. Die Krankengymnastik war sehr effizient zur Rehabilitation nach Operationen und darin unersetzlich, allerdings fiel mir früh auf, wie frustrierend die Arbeit mit Rückenbeschwerden oder Nackenbeschwerden war. Irgendetwas schien in der schematischen Arbeit mit Übungen und Mobilisation zu fehlen.

Nach einer kurzen Arbeitszeit in der orthopädischen Reha entschloss ich mich also zum Vollzeitstudium an der ESO in England, was sich als wunderbare Entscheidung herausstellte.

In den 4 Jahren Studium und Klink wurden mir die Grundlagen der osteopathischen Philosphie und Technik von hervorragenden Professoren vermittelt. Die ESO bietet zudem ein starkes Fundament in allen Bereichen der Osteopathie, strukturell, viszeral und craniosacral. Auch die Behandlung von Babies und Schwangeren gehörte von Anfang mit zu meiner Ausbildung.

Ich blieb danach noch 12 Jahre in England und arbeitete in eigenen Praxen in Kent und London und gründete meine Familie dort. Im Februar 2019 entschieden wir uns, nach Deutschland zurückzukehren und sind seitdem sehr begeisterte Kölner.

Die Heilpraktier Erlaubnis, die ich 2012 erhalten habe, ist ein Mittel zum Zweck, um in Deutschland als Osteopathin arbeiten zu können. Ich hoffe noch darauf, daß dieser schöne Beruf auch in Deutschland bald volle Anerkennung erhält.

Daten und Fakten

  • 2019 im Februar bin ich zum Team der Osteopathiepraxis Ehrenfeld zugestoßen und 2020 werde ich diese Praxis von Herrn Waider übernehmen.
  • 2012 Heilpraktikererlaubnis Heilbronn
  • 2003 – 2007 Universitätsstudium zum BSc D.O. Osteopathy an der European School of Osteopathy
  • 2000 – 2003 Ausbildung zur Physiotherapeutin in Hannover
Osteopathin Petra Dorn neben einem Skelett

Über die Osteopathie in England

Die Osteopathie stammt ursprünglich aus Amerika, wo Doktor Taylor Still sie 1874 gründete. Er war methodistischer Priester und Arzt, konnte aber seiner Familie nicht helfen, als sie an einer Pockenkrankheit erkrankte. Daher suchte er nach einer besseren Art des Behandelns, als es die Schulmedizin seiner Zeit erlaubte.
Er gründete diese auf der Philosophie, dass der Körper sich selbst heilen kann und will, solange er nur die Möglichkeit hat und dass die Struktur die Funktion der Gewebe vorherbestimmt. Durch ein intensives Studium der Anatomie und der Durchblutung der Gewebe, entwickelte er manuelle Therapien, die eine umfassende neue Art der Medizin darstellten.

Der Name „Osteopathie“ lässt sich auch nur im Kontext dieser Zeit verstehen. In der klassischen Schulmedizin heißt Osteopathie nur „Knochenkrankheit“ und wird auch so verwendet. Andrew Taylor Still wollte aber etwas anderes ausdrücken. Osteopathie steht für ihn für Sympathie (Pathie von Pathos, Leiden oder Leidenschaft) für den Körper (Osteo als Knochen bzw. Gewebe).

1913-1946 kam die Osteoapthie dann durch Stills Schüler nach England, wodurch sie dort eine langjährige Tradition hat. 1993 wurde Osteopathie dort zu einem eigenständigen Beruf durch den Osteopaths Act und es gibt mittlerweile mehrere Vollzeitstudiengänge in ganz England für Osteopathie. Osteopathie wird in England durch einen Berufsverband geregelt.

Osteopathin in der Osteopathie Praxis Köln